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Das „alte“ Gehirn

Viele Eltern fühlen sich verunsichert oder sogar machtlos, weil sie nicht so richtig einordnen können, was genau in ihrem Kind in der Trotzphase vor sich geht. Um verstehen zu können, was da eigentlich passiert, lohnt sich ein „Blick“ ins kindliche Gehirn – auf den Aufbau und die Aufgaben der einzelnen Teile.

Das Gehirn ist in zwei Teile unterteilt: das emotionale Gehirn (fühlendes Gehirn) und das kognitive Gehirn (denkendes Gehirn). Schauen wir einmal zunächst auf das „alte“ Gehirn:Das limbische System – das „emotionale Gehirn“ – gehört geschichtlich zum älteren Teil unseres Gehirns. Es besteht aus verschiedenen Hirnarealen. Es ist eher rudimentär aufgebaut. Das bedeutet: die Nervenzellen reagieren direkt auf die Reize aus der Umwelt. Durch die einfache Struktur werden Informationen blitzschnell weitergeleitet und somit verarbeitet.
Ununterbrochen nehmen wir unbewusst Informationen aus unserer Umgebung auf. Das limbische System wägt in Sekundenbruchteilen ab, ob unser Überleben gefährdet ist. Mit der Hilfe des limbischen Systems reagieren wir instinktiv wie Tiere. Wenn du hinter dir, aus dem Augenwinkel, einen Schatten auf dich zurennen siehst, springst du automatisch zur Seite, um dich in Sicherheit zu bringen. Das limbische System versetzt dich in Alarmbereitschaft und hilft dir dadurch, zu „überleben“.
Eine andere Hauptaufgabe des limbischen Systems ist die Verarbeitung von Emotionen, also Gefühlen. Wächst ein Kind heran, erlebt es viele Situationen, die eng mit Emotionen verbunden sind. Sie aktivieren die dafür zuständigen Bereiche im limbischen System und werden dort gemeinsam gespeichert.

Caroline Göhring
 

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