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Erste- Hilfe- Tipp in der Trotzphase: Nähe anbieten

Wusstest Du schon,
warum Dein Kind in der Trotzphase in einer Krise Deine Nähe braucht?

Nähe anbieten in der Trotzphase

In Situationen großer Not und Verunsicherung brauchen wir Mensch immer Nähe. Wir sind als soziale Wesen auf Nähe angewiesen, um zu überleben. So hat das die Natur selbstverständlich auch bei unseren Kinern eingerichtet. Um sich sicher fühlen zu können und solch einen Trotzanfall gut durchstehen zu können, braucht dein Kind in der Trotzphase besonders Nähe. Bei manchen Kindern in der Trotzphase kann das bedeuten, dass sie auf den Arm genommen werden möchten. Andere mögen diesen engen Körperkontakt nicht. Ihnen hilft es oft trotzdem, zumindest leicht über den Rücken gestreichelt zu werden. Und wenn auch das in diesem Moment nicht das Richtige ist, dann bleibe zumindest bei Deinem Kind.

Nähe und Körperkontakt bringen außerdem etwas Weiteres mit, das Deinem Kind hilft, wieder abzukühlen: Bei Körperkontakt wird das stresssenkende Hormon Oxytocin ausgeschüttet. Wenn Du Dein Kind also in den Arm nimmst oder es streichelst, hilfst Du, dass Stress direkt abgebaut werden kann.

Ich hatte mal einen Schüler, der, wenn er sich geärgert gefühlt hat, so stark ausgerastet ist, dass er kaum mehr zu halten war. In einer großen Pause war es nicht zu überhören, dass Andreas am Ausflippen war. Ich ging in die Richtung aus der das Geschrei kam, um nach dem rechten zu schauen. Im Klassenzimmer fand ich Andreas in Begleitung einer meiner Kolleginnen. Sie hatte es bereits geschafft, ihn ins Klassenzimmer zu begleiten. Zu zweit gelang es uns, ihn in die Spieleecke zu bringen, wo er sich unbeschadet abkühlen konnte. Da meine Kollegin Aufsicht hatte, blieb ich bei Andreas, um ihn in seiner Wut zu begleiten. Nach vielen Ausdrücken, Treten gegen Kissen und unruhigem Hin- und Herlaufen (wie ein Tiger im Käfig), setzte er sich schimpfend auf die Fensterbank. Dort ließ er es zu, dass ich mich direkt vor ihn stellte. Ich begann, seinen Rücken zu leicht zu graueln. Mit jeder Bewegung meiner Hand wurde er langsam ruhiger. Schließlich gelang es ihm, sich weiter abzukühlen und zu beruhigen. Als ich mit dem Streicheln aufhörte, wurde er wieder unruhiger, sodass ich fortfuhr. Später bot ich ihm an, ihn auch mit einem Igelball oder Massageroller auf dem Rücken zu massieren.

Caroline Göhring
 

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